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Rückzugstreifen – Zufluchtsstädte für die verschiedensten Insekten und Kleintiere

Die artenreichen Wiesen erfreuen durch ihre Blütenpracht und die wogenden Gräser nicht nur uns Menschen. Für viele Insekten und Kleintiere, wie z.B. Schmetterlinge, Heuschrecken, Feldgrillen und sogar Eidechsen sind sie ein wichtiger Lebensraum, in welchem sie Nahrung und Unterschlupf finden.

Um die Vielfalt an Pflanzen zu erhalten, ist es nötig, diese Wiesen regelmässig zu schneiden, sobald die meisten Pflanzen verblüht sind. So wichtig dieser Eingriff des Menschen für den Erhalt dieser wertvollen Wiesen ist, so gross ist der damit verbundene Eingriff in den Lebensraum der Lebewesen. Einerseits fallen sie den Mähgeräten zum Opfer oder werden von den Maschinen überfahren und andererseits werden ihnen durch den Schnitt Nahrungsquellen und Unterschlupfmöglichkeiten genommen.

Durch das Belassen von Rückzugstreifen können diese negativen Auswirkungen auf eine einfache Art vermindert werden. Rückzugstreifen werden so angelegt, dass an geeigneten Stellen auf der Wiese bei jedem Schnitt einige Streifen nicht geschnitten werden. Die Streifen sind im Idealfall möglichst lang, 1-6m breit und machen zwischen 5 und 10% der Wiesenfläche aus.

Untersuchungen der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz haben gezeigt, dass z.B. Heuschrecken sich sofort auf diese Rückzugsstreifen flüchten, sobald die Mahd beginnt.

Hinweis: Rückzugstreifen bei jedem Schnitt an einer anderen Stelle anlegen. Rückzugstreifen nicht entlang von Gehölzen anlegen, insbesondere wenn diese Gehölze mit starkem Wurzelaustrieb (z.B. Schwarzdorn, Hartriegel) aufweisen.

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