Die freiwillige Bewirtschaftungsarrondierung ist ein Verfahren, welches die Agrofutura zusammen mit Partnerfirmen in den letzten Jahren entwickelt hat. Das Hauptziel ist, schwierige Bewirtschaftungsverhältnisse innerhalb eines Gebiets zu verbessern und damit die Produktionskosten zu senken.
Lange Fahrstrecken, ungünstige Parzellenstrukturen und für einen Betriebstyp ungeeignete Bewirtschaftungsmöglichkeiten verteuern die Produktion enorm. Eine auf die einzelnen Betriebe abgestimmte Arrondierung erleichtert die Arbeit der Bauernfamilien im Berg- und im Talgebiet wesentlich.
Die Eckpunkte des Konzeptes sind Freiwilligkeit, Einbezug von Pacht- und Eigenland, keine Veränderung des Grundeigentums, keine baulichen Massnahmen sowie ein kostengünstiges Verfahren. Die Verknüpfung mit Naturschutzmassnahmen ist möglich. Ein landwirtschaftlicher Entwicklungsprozess leitet die Projekte ein, um sie möglichst wirkungsvoll gestalten zu können.
Freiwillige Bewirtschaftungsarrondierungen sind dort geeignet, wo keine übergeordneten Massnahmen, wie Renaturierungen, Hochwasserschutz, Melioration oder Strassenbau anstehen.
Im Rahmen Modellprojekte des Bundes "Synergien im ländlichen Raum" bearbeitet die Agrofutura zusammen mit Partnern in der Gemeinde Zuzgen (Kt. Aargau) eine erste freiwillige Bewirtschaftungsarrondierung (FBA).
Weitere interessierte Landwirte, Gemeinden und Kantone sind gesucht.
Ihre Ansprechpartnerin an der Agrofutura: Dr. Josef Schmidlin